Alternativen zu Zucker

Im Rahmen einer gesünderen Ernährung sind immer häufiger Alternativen zu Zucker gefragt. Zucker hat einen schlechten Ruf, da er bei übermässigen Verzehr eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels oder eine Unverträglichkeit hervorrufen kann. Aber auch Gesundheitsrisiken wie Karies sind durch den häufigen Genuss von Zucker häufig die Folge.

Die Vorliebe für Süsses liegt Aussagen zufolge in unseren Genen. Aus der Evolutionssicht ist diese Vorliebe unserer Vorfahren durchaus sinnvoll, denn: Alles, was von der Natur aus süss schmeckt, ist mit einer hohen Nährstoffdichte behaftet und in aller Regel ungiftig.

Alternativen zu Zucker – diese Alternativen gibt es

Neben Honig und getrockneten Früchten, die gerne als Alternative zu Zucker zum Einsatz kommen, gibt es noch weitere Möglichkeiten, zum Beispiel:

Agavendicksaft – die Zuckeralternative

Der Agavendicksaft ist ein Süssungsmittel, welches aufgrund seiner guten Löslichkeit in Tee, Kaffee oder anderen Getränken als Zuckersatz zur Verwendung kommen kann. Bei dem Agavendicksaft handelt es sich um ein Süssungsmittel, welches aus der in Mexiko beheimateten Agavenpflanze gewonnen wird. Dabei werden die langen, spitzen Blätter abgetrennt und das „Herz“ der Pflanze entnommen. Dieses wird im nächsten Schritt zerkleinert und gepresst, anschliessend der gewonnene Saft auf schonende Weise eingekocht. Die Süsskraft des Agavendicksafts ist sehr hoch, da das Zuckerspektrum aus überwiegend Fruktose besteht. Der Geschmack ist fast neutral und dezent, weshalb sich die Zuckeralternative zum Süssen von Desserts, Joghurts oder Obstsalat eignet.

Der dunkle Agavendicksaft ist ebenfalls als Alternative zu Zucker zu nennen. Allerdings ist dieser selten im Handel erhältlich. Der Geschmack des dunklen Agavendicksaftes ist leicht karamellig und gegenüber dem hellen intensiver.

Dattelsirup – ebenfalls eine Alternative zu Zucker

Du hast schon einmal Datteln gegessen? Dann weisst du, dass ihr Geschmack recht süss ist. Folglich ist der Sirup, der aus den entsteinten Datteln, die in Wasser eingeweicht werden, süss. Zur Herstellung des Dattelsirup werden die Datteln gepresst und der Saft eingekocht. Das Aroma ist kräftig und leicht malzig. Pikante Speisen lassen sich mit dem Dattelsirup hervorragend verfeinern und abrunden. Zudem ist der Sirup gut löslich, so dass du ihn auch in Smoothies oder in Getränke geben kannst.

Ahornsirup – Zuckeralternative Nummer 3

Im nordamerikanischen Ahornbaum fliesst im Stamm ein zuckriger Saft. Mittels kleiner Bohrlöcher wird der Saft entnommen und anschliessend eingekocht. Bei dem Ahornsirup erfolgt die Unterscheidung nach zwei Qualitätsgrade:

• Grad A: Hierbei handelt es sich um die erste Ernte. Der Sirup ist klar, hell und hat einen milden Geschmack.
• Grad C: Dieser Sirup fliesst später aus dem Baum. Seine Farbe ist dunkler und das Aroma kräftiger.

Unabhängig vom Qualitätsgrad ist der Ahornsirup geschmacklich leicht karamellig mit süsslicher Note. In den USA und in Kanada ist der Ahornsirup fester Bestandteil bei PanCakes und Waffeln. Er soll allerdings auch Salatsossen und pikante Sossen verfeinern.

Kokosblütensirup und -zucker

Ausgehend vom Namen könnte man meinen, dass der Kokosblütensirup und -zucker nach Kokos schmecken – doch weit gefehlt. Denn sie werden gar nicht aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen, sondern aus dem Blütennektar der Palme. Das heisst: Viel Arbeit und Mühe für die Erntehelfer. Täglich klettern sie zwei Mal die Palme hinauf, um die Blütenstände anzuschneiden und den Saft aufzufangen. Vor dem Einkochen wird der Sirup erst einmal gereinigt.

Eine karamellige Süsse mit einem leichten Malzgeschmack und eine dunkle Farbe sind das Ergebnis der mühevollen Arbeit.

Reissirup – eine weitere Zuckeralternative

In Asien gehört der Reissirup zu den ältesten Süssungsmitteln. Zur Gewinnung des Reissirups wird Reis gemahlen, gekocht und abschliessend fermentiert. Dabei wird die Reisstärke gespalten, wodurch süss schmeckende, kleine Zuckermoleküle entstehen. Der Geschmack des Reissirups ist leicht nussig und mit einer milden Süsse.

Er lässt sich als Brotaufstrich oder als Starthilfe für den Hefeteig verwenden.

Kennst du noch weitere Alternativen zu Zucker?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.