Seife selber machen

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Du denkst, Seife selber machen ist schwierig und zeitaufwändig? Das stimmt so gar nicht und vor allem: Viele der Zutaten für die Seifenherstellung wirst du sogar zu Hause haben. Und auch der Spassfaktor kommt beim Seife-Herstellen nicht zu kurz.

Seife selber machen – so geht’s

Der Vorteil der selbst gemachten Seife liegt auf der Hand: Du weisst, welche Inhaltsstoffe enthalten sind und mit was du dich täglich wäschst. Bei der Herstellung deiner eigenen Seife kannst du beispielsweise Duftöle ganz nach deinem Geschmack hinzugeben.

Aber Achtung: Zur Herstellung von Seife benötigst du ätzende Lauge, weshalb hier mehr Vorsicht geboten ist als bei der Herstellung anderer Kosmetikprodukte.

Für die selbst gemachte Seife benötigst du:

• Eine Schutzbrille
• Gummihandschuhe
• Zeitungen zum Abdecken
• Silikonformen

Verwende keine Aluminiumutensilien, da die zur Seifenherstellung benötigte Natronlauge das Aluminium zerfrisst. Mit diesen Grundzutaten kannst du deine Seife selber machen und sie dann individuell aufpimpen.

Seife selber machen – die Zutaten

Für zwei vegane Bio-Naturseifen benötigst du:

• 230 Gramm Olivenöl
• 250 Gramm Kokosöl
• 300 Gramm Rapsöl
• 100 Gramm Mandelöl
• 70 Gramm Sheabutter
• 120 Gramm Natriumhydroxid für eine 9-prozentige Überfettung (erhältlich in der Apotheke)
• 260 Gramm destilliertes Wasser

Und so stellst du deine Seife selbst her:

Bei der Natronlauge handelt es sich um ein konzentriertes Produkt, welches stark ätzend ist. Deshalb sind Schutzbrille und Handschuhe sowie das Tragen einer Schürze empfehlenswert. Den Arbeitsbereich solltest du grosszügig mit Zeitungspapier abdecken. Während des Seifen-Machens sollten Kinder und Tiere Abstand halten.

Giesse das Natriumhydroxid unter gleichmässigem Rühren zum Wasser. Am Besten machst du das im Freien oder unter der eingeschalteten Dunstabzugshaube, da das Gemisch schnell sehr heiss wird und die Dämpfe hochgiftig sind. Die Masse für etwa zwei Minuten gut rühren, bis eine klare Flüssigkeit entsteht. Diese lässt du für etwa eine Stunde abkühlen.

Die harten Öle in einem Topf erwärmen und die flüssigen Öle dazugeben. Die abgekühlte Lauge gibst du jetzt unter langsamen Rühren in die Ölmasse dazu. Dabei musst du so lange rühren, bis die Masse eine cremige Konsistenz hat.

Die angedickte Seifenmasse in eine Silikonform giessen und den Topf mit einem Gummispachtel ausputzen. Die mit der Seife befüllten Silikonformen deckst du mit einer Plastikfolie ab und legst eine Decke oder ein Handtuch darüber. Nun muss die Seifenmasse für 24 Stunden ruhen.

Nach den 24 Stunden kannst du mit Gummihandschuhen prüfen, ob die Seife fest ist. Wenn ja, dann ziehe die Plastikfolie ab und stürze die Seife. Hast du eine grössere Silikonform, kannst du jetzt die Seifenstücke passend auf das gewünschte Mass schneiden. Die Seifenstücke auf ein Stück Küchenpapier legen und für etwa 5 Wochen an einem trockenen Ort trocknen lassen.

Halte diese Zeitempfehlung ein, da der Verseifungsprozess so lange braucht, um die Seife milder zu machen und den pH-Wert zu senken.

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