Chia-Samen – was steckt in ihnen?

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Sind Chia-Samen nur exotische Leinsamen oder sind sie der hochgelobte Superheld unter den Lebensmitteln? Chia-Samen sind – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Munde. Als Zugabe in Joghurts und Müslis, in Brötchen oder als Pudding oder Energieriegeln sind die kleinen Samenkörner zu finden. Mittlerweile führen fast alle Supermärkte und Drogeriemärkte die Chia-Samen als Superfoods. Doch sind sie es wirklich? Sind sie der Superheld unter den Samen oder liegt es einfach nur an dem effektiven Marketing?

Woher kommen sie, die Chia-Samen?

Den Ursprung haben die kleinen Körnchen in Guatemala und Mexiko und waren dort bereits vor über 5.000 Jahren ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Ernährung. Die Chia-Samen gehören zu der Gattung der Salbeigewächse und zählen wie Quinoa, Buchweizen und Amaranth zu der Gattung der Pseudogetreide. Chia-Samen wird eine hohe Nährstoffdichte nachgesagt, weshalb sie wie Granatäpfel, die Acai-Frucht und die Goji-Beeren zu den Superfoods zählen.

Sie können wie Getreide verwendet werden, sind allerdings glutenfrei und besitzen keine Eigenbackfähigkeiten.

Was ist Pseudogetreide?

Das so genannte Pseudogetreide kann nur als Backzutat in Brot, Brötchen und Gebäck verwendet werden und somit den Nährstoffgehalt des Backwerks erhöhen. Chia-Samen fehlen die natürlichen und für Getreide üblichen Klebeeigenschaften, weshalb ein Teig aus Chia-Samen einfach nur ein plattes Ergebnis bilden würde. Die Samen werden in Verbindung mit Wasser zu einer geleeartigen Masse, die sich nicht formen lässt. Aufgrund dieser Eigenschaft wird Chia gerne in der veganen Küche als Ersatz für die tierischen Bindemittel wie Eier oder Gelatine verwendet.

Das steckt in den Chia-Samen drin

Die Samen sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, deshalb auch ihr Name. Chia bedeutet in der Übersetzung aus der Sprache der Azteken „ölig“. Die Fettsäuren regulieren unsere Blutfettwerte, den Blutdruck und die Blutgerinnung und sind deshalb so wichtig. Nur Fisch ist noch reich an diesen ungesättigten Fettsäuren. Nahezu alle Stoffwechselvorgänge in unserem Körper benötigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Zudem beugen die ungesättigten Fettsäuren auch Depressionen vor und sorgen für eine bessere Durchblutung unseres Gehirns.

Der Proteingehalt der Samen beträgt rund 20 Prozent und liegt somit über dem Proteingehalt von Weizen. Zudem enthalten die Samen viele Ballaststoffe, die für eine gesunde Verdauung wichtig sind. 100 Gramm Chia-Samen enthalten mehr Eisen als Spinat. Ausserdem enthalten die Körner Antioxidantien wie die Flavanolen, die die dreien Radikale binden und als krebsvorbeugende Massnahme angesehen wird. Den Antioxidantien wird nachgesagt, dass sie die Gefässwände im Körper flexibel halten, was der Arteriosklerose vorbeugt.

Der Verzehr von Chia-Samen ist insgesamt empfehlenswert. Für Vegetarier sind die Chia-Samen eine sehr gute Protein- und Omega-3-Quelle.

Die Tageshöchstdosis sollte 15 Gramm nicht übersteigen. Verarbeiten Bäckereien die Chia-Samen, darf der Anteil laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit 10 Prozent nicht übersteigen.

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