Diät-Mythos – was ist dran?

Ein Diät-Mythos besagt folgendes: Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler. Soll man sich an diese Aussagen halten, wenn man abnehmen möchte oder ist dieser Diät-Mythos unsinnig?

Wer morgens wie ein Kaiser frühstückt, isst beispielsweise zwei Semmeln mit Marmelade, Schinken und Ei, dazu ein Croissant oder ein Stück Kuchen. Dadurch wird der Magen für einige Stunden gefüllt und dieses umfangreiche Frühstück soll Hungerattacken vorbeugen und somit eine unnötige Kalorienzufuhr verhindern. Die Folge: Dadurch nehmen wir ab. So die Aussage des Diät-Mythos. Doch was ist dran – stimmt er oder stimmt er nicht?

Diät-Mythos – der Energiebedarf ist entscheidend

Unser Körper funktioniert nur, wenn er Energie erhält. Diese Energie führen wir ihm in Form von Nahrung zu. Vergleichbar ist die Nahrungsaufnahme beim Menschen mit dem Tankvorgang des Autos. Ohne Benzin oder Diesel fährt dein Auto nicht – ohne Nahrung und die daraus erzeugte Energie funktionieren wir nicht. Je aktiver wir sind, umso mehr Energie benötigen wir. Wer hart arbeitet oder viel Sport treibt, hat einen sehr hohen Energiebedarf. Wer dagegen auf dem Bürostuhl sitzt, benötigt weitaus weniger Energie und somit auch Nahrung.

Frühstücken wir also vorzüglich und sehr viel, benötigen nur wenig Energie, weil wir einer sitzenden Tätigkeit nachgehen, nehmen wir auf Dauer sogar zu. Unterschreiten wir unseren Kalorienbedarf, nehmen wir entsprechend ab.

Reichhaltig frühstücken?

Ein Münchner Forschungsteam prüfte das Essverhalten von 380 Personen, von denen 280 mit Übergewicht zu kämpfen hatten. Die anderen 100 Personen hatten Normalgewicht. Im Test nahmen manche Probanden über 600 Kalorien bereits beim Frühstück zu sich, anderen hingegen assen gar nichts.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass es gar keine Rolle spielt, ob man morgens viel oder gar nichts isst. Der Sättigungseffekt eines ausgiebigen Frühstücks war bereits zum Mittag hin verpufft.

Aus dem Grund frühstückten die Probanden genauso, wie sie es bisher getan hatten. Unabhängig davon, was sie frühstückten und wie viel.

Einen Schritt weiter ging ein britisches Forschungsteam, das 600 Studien zu diesem Thema auswertete. Auch dieses Team konnte keine Belege finden, dass Menschen, die wenig oder gar nichts frühstücken, abnehmen und andere, die reichhaltig frühstückten, dadurch zunahmen.

Diät-Mythos – seine eigenen Essgewohnheiten finden

In Bezug auf die Ernährung gibt es keine allgemeingültigen Regeln – dies belegen auch die Studien der beiden Forschungsteams. Vielmehr muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Ernährung und welche Menge die richtige ist. Die eigenen Bedürfnisse sind die Basis einer guten und ausgeglichenen Ernährung.





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